Alles hat ein Ende…

nach knapp 2jähriger Arbeit hat sich die Antinationale Gruppe Leipzig (A.G.L.) im Juni 2009 aufgelöst. In den nächsten Tagen und Wochen folgt an dieser Stelle ein kurzer Rückblick auf die Arbeit und Inhalte der Gruppe. Die Internetseite wird als Archiv erhalten bleiben. An dieser Stelle sei auch auf eine antinationale Kampagane für den September/Oktober 2009 mit dem Höhepunkt einer bundesweiten Demonstration unter dem schönen Motto „Still not lovin‘ Germany“ hingewiesen.

www.antide2009.blogsport.de

Besonders an Herz möchten wir euch noch eine Veranstaltung aus der gleichnamigen Reihe legen:

»Hier spricht die Nation« – nur wer sie ablehnt, sieht das ganze Bild
Donnerstag 24/09 18.30 Uhr
Ort: GWZ, Geisteswissenschaftliches Zentrum, Uni Leipzig
Eine Veranstaltung von AntinationalistInnen aus Leipzig.

Die Ratifizierung des Grundgesetzes 1949 und die »Wiedervereinigung« ´89/90 sind essentielle Teile der deutschen Mythenbildung. Mit dem allgegenwärtigen Abfeiern solcher Ereignisse werden die Menschen auf Deutschland als »natürlich gewachsene Gemeinschaft« eingeschworen.
Diese nationalistische Homogenisierung ist notwendig, um zu verschleiern, dass die kapitalistischen Produktionsverhältnisse die einzelnen Menschen isolieren und in permanente Konkurrenz zwingen. Dann wären aber Nation und Kapitalismus nicht einfach nur historisch parallel entstanden Phänomene, sondern es gäbe eine Notwendigkeit des Nationalismus für den Kapitalismus. Doch geht der Nationalismus in dieser Funktion auf, ist er einzig aus dem Kapitalismus zu erklären? Oder ist er ein eigenständiges ideelles Konstrukt, das nur zusätzlich diese Funktion erfüllt? Ist es sogar denkbar, dass die beiden Phänomene unter bestimmten Umständen einander entgegenwirken? Ist es überhaupt möglich eine allgemeine Theorie über das Verhältnis von Kapitalismus und Nationalismus zu formulieren? Welche Relevanz hat dafür die Unterscheidung von völkischem und republikanischem Nationalismus?
Und wie sieht dann genau die Beziehung zwischen Kapitalismus und Nationalismus? Diese Fragen versuchen wir im Rahmen der Veranstaltung zu beantworten.