Protestaktion gegen Arbeitswahn

Am 1. Mai ab 10 Uhr marschierten Leipziger Linke und GewerkschafterInnen unter Mottos wie „Gute Arbeit, Gute Löhne, Gute Rente“, „Gute Arbeit muss drin sein!“, „Weg mit Hartz IV“ und „Der Kapitalismus wankt schon – wir müssen ihn nur noch zu Fall bringen!“ wie jedes Jahr durch die Leipziger Südvorstadt. Damit demonstrierten sie in erster Linie ihren Arbeitsfetischismus, ihr grundfalsches Verständnis der kapitalistischen Realität und ihre folgerichtige Bereitschaft, sich dennoch unter verwegenem Murren und Knurren in den Verwertungsprozess einzufügen.
Eine Gruppe entschlossener AktivistInnen aus der AGL intervenierte gegen dieses untragbar falsche Bewusstsein durch eine Flyeraktion und eine Cocktail- und Liegestuhlblockade. Das Motto der Aktion ließ sich auch auf dem Transparent ablesen: „Alle reden über Arbeit – wir tun was dagegen!“. Dabei stand nicht die Forderung nach einem Grundeinkommen oder besseren Löhnen im Vordergrund, sondern nichts anderes als die Abschaffung der Arbeit als Grundpfeiler des Fetischs von Volk, Staat und Kapitalismus.

Hier findet ihr den Flyer und einen Bericht auf Indymedia:
Flyer der AGL
Bericht auf indymedia

Weil wir unter wüsten Beschimpfungen als Faschisten, Nazis, Verräter usw. und tätlichen Übergriffen von Seiten der Demonstranten und der eilig herbeigerufenen Polizei vertrieben wurden und jegliche Gesprächsbereitschaft gefehlt hat, haben wir einen offenen Brief verfasst.

In der September – November Ausgabe des Feierabend, dem Libertären 1 1/2 Monatsheft aus Leipzig, wurde zudem über unsere aktion berichtet.