Damit Auschwitz sich nicht wiederhole – Gegen jeden Antisemitismus

Am 27.01.1945 befreiten die Streitkräfte der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Damit wurde das Leiden und Sterben zahlreicher Juden, Sinti und Roma, Homosexueller und anderer Menschen, die nicht der nationalsozialistischen Ideologie entsprachen, beendet.

Alleine in Auschwitz wurden 1,1 Millionen Jüdinnen und Juden ermordet. Die Vernichtung erfolgte systematisch und rationale geplant unter Beteiligung großer Teile der damaligen deutschen Bevölkerung. Die Bereitstellung des Gases „Zyklon B“ durch die Industrie, die Transporte durch die Reichsbahn und nicht zuletzt das millionenfache Wegsehen und Schweigen ermöglichten die Umsetzung des Planes.

Das Vernichtungslager steht damit symbolisch für die Shoa, den industriellen Massenmord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus.

Am heutigen 63. Jahrestag der Befreiung wollen wir der Roten Armee wie auch den anderen alliierten Armeen danken, dass sie die deutsche Barbarei in Europa beendeten. Damit verhinderten sie nicht weniger, als den Versuch der Deutschen, den antisemitischen Wahnsinn, nämlich die Ermordung aller europäischen Juden, in die Tat umzusetzen.

Wir sehen uns auch weiterhin in der Verantwortung dem antisemitischen Denken und Handeln entschieden entgegenzutreten. Damit Auschwitz sich nicht wiederhole!

Daher rufen wir dazu auf, am 27.01. an die Befreiung von Auschwitz wie auch die Opfer der Deutschen Barbarei zu erinnern.

So. 27.01.2007, 12 Uhr: Leipzig, Petersstraße (Höhe „Hugendubel“)

+++ Außerdem: Palituchumtauschaktion: Tausch dein Palituch gegen Schals und Tücher +++


27 Antworten auf “Damit Auschwitz sich nicht wiederhole – Gegen jeden Antisemitismus”


  1. 1 Anonymes Wiesel 22. Januar 2008 um 14:50 Uhr

    Jawoll, die Pali-Tücher sind schuld an Auschwitz, nicht die Deutschen. Wie gut, daß man sich so schnell entlasten kann..
    Aber eigentlich wollte ich nur fragen: was für ein Umtausch: alt gegen neu? Oder gibts lustige Fähnchen und Buttons vom Gegenclub? Oder ists nur so ein ödes religiöses Reinigungsritual, wo man nichts für kriegt – was einem aber als Seelenheil verkauft wird? Ich hoffe ihr macht ein gutes Angebot!

  2. 2 Christin 23. Januar 2008 um 13:54 Uhr

    Ich finde die Aktion nicht nur großartig und kreativ, sondern auch sehr notwendig.
    Es geht wohl dabei eher um die inhaltliche Auseinandersetzung gewisser Symbolik im Kontext der heutigen Zeit, als um die unterstellte „Entlastung“.
    Für jene, welche Palitücher mit den unverzeihbaren Verbrechen der Deutschen vergleichen wollen, kann ich nur folgenden Link empfehlen:
    http://schoenistdasnicht.blogsport.de/
    -- Ich denke, dass der Anspruch von den Akteur_innen ein ähnlicher ist.
    Und ja, die Leute bekommen auch etwas für das Palituch, ein Flyer mit den Möglichkeiten wird es sicherlich auch in deiner Nähe geben.
    Allerdings geht es ja hier nicht um das Getauschte, sondern um die Verinnerlichung des unabdingbaren Konsenses.
    In this spirit — bis Sonntag
    Bestes, der BAK Shalom

    AM YISRAEL CHAI!

  3. 3 Anonymes Wiesel 23. Januar 2008 um 18:43 Uhr

    Eine sog. israelsolidarische Christin? Meine Güte, die messianische Bewegung ist auch schon zur Stelle. Da werden sich die Juden aber freuen! Auslöschung mit anderen Mitteln. (Falls das jetzt doch keine Glaubensbezeichnung sondern Dein Name sein sollte, dann nehm ich das natürlich zurück..)

    Also ein hübscher Blog, der das Web gleich mit 13 aus den selben Versatzstücken zusammengebastelten Texten fluten soll. Oder halt, nicht ganz, ich habe zuerst die Texte 1, 13, 12, 11, 10 und 9 gesehen. Aber gibt wohl doch noch ein paar andere. Nun denn.

    Ich finde es jedenfalls merkwürdig, seine Identifikation so am Palituch auszurichten, egal ob pro oder kontra. Warum kann man sich von diesem identitären Fetisch um Symbole nicht lösen?

    Berichtet jedenfalls von der Aktion, ich bin gepannt!! Ich hoffe die Leute kriegen mehr als nur diesen öden Flyer! Bis der Preis aufgelöst wird, tippe ich natürlich einstweilen auf eine schicke Muslimgauze-CD. ^^

  4. 4 Anonymes Wiesel 23. Januar 2008 um 18:47 Uhr

    Nachtrag: ach, hab ich überlesen, da stehts ja: „Tausch dein Palituch gegen Schals/Tücher und Buttons!!“ Dacht ichs mir doch: identitäre Scheiße gegen identitäte Scheiße austauschen. Na wohl bekomms!

  5. 5 Yoshi 23. Januar 2008 um 18:55 Uhr

    Hey,
    wie wäre es wenn du statt dich darüber so sinnlos auszulassen einfach mal vorbeikämst. Du würdest sicher bald bemerken, dass es uns bei der Aktion nicht primär ums Palituch geht, sondern um die deutsche Barberei und den Antisemitismus. Das lässt sich auch recht gut am Titel der Kundgebung ablesen: „Damit Auschwitz sich nicht wiederhole – Gegen jeden Antisemitismus“.
    Gruß, Yoshi

  6. 6 tee 24. Januar 2008 um 3:03 Uhr

    Allerdings geht es ja hier nicht um das Getauschte, sondern um die Verinnerlichung des unabdingbaren Konsenses.

    ist dir eigentlich kalt oder willst du nur nicht am konsens teilhaben?

  7. 7 Anonymes Wiesel 24. Januar 2008 um 22:52 Uhr

    @Yoshi: Danke für das Angebot. Aber ich fahr jetzt nicht extra nach Leipzig. Außerdem habe ich kein Palituch (noch, wenn das so weitergeht). Vielleicht mal in einer anderen Stadt.

    Aber tee hat recht: die Sache mit dem „Konsens“, den es zu „verinnerlichen“ gilt – das sollte mal jemand analysieren. Klingt irgendwie bedenklich. Aber ich laß Euch jetzt mal mit meinen Polemiken in Ruhe und Ihr berichtet dann bitte von Eurer Aktion. Viel Erfolg!

  8. 8 *räusper* 24. Januar 2008 um 22:52 Uhr
  9. 9 Yoshi 25. Januar 2008 um 1:11 Uhr
  10. 10 Andreas 28. Januar 2008 um 1:47 Uhr

    Sorry,

    etwas an der Kommentarfunktion eures Blogs gehorcht mir oder euch nicht so wie es soll. Deshalb war es ganz gut, dass wir wenigstens heute Mittag bei eurer liebenswerten Kundgebung miteinander ins Gespraech kamen. Anbei nocheinmal ein Artikel, den ich 2002 im CEE IEH #94 zum Umgang der deutschen Linken mit dem „Anti-Nationalismus“ geschrieben habe. Zum Verlauf der Kundgebung nur vorab, mit der „Pali-tuch Umtauschaktion“ habt ihr leider das was den Deutschen wirklich zu lehren waere, naemlich das Trauern, ganz heftig verwaessert. Viel besser waere der Hinweis gewesen sich ab 14.00 Uhr an der Gedenkstaette in Abtnaundorf zu versammeln und den weltweiten Holocaust-Gedenktag still zu wuerdigen. Natuerlich haettet ihr dort die fuer Linke bittere Pille schlucken muessen mit den Menschen aus der Israelitischen Religinsgemeinschaft Leipzig, mit Hinterbliebenen von Opfern, mit dem tschechischen und italienischen und US-amerikanischen Generalkonsul, aber auch mit den Stadtoberen um BM Jung, mit offiziellen Vertretern von Polizei und Bundeswehr und vielen anderen wohl an zweihundert Menschen im nasskalten Weter zu stehen. Mir jeden Falles war das Gedenken an 80 von SS-Schergen verbrannte Widerstaendler wichtig ohne eure nette kleine Innenstadt-Provakation zu versaeumen. Die Photos von eurer Kundgebung sind uebrigens gut geworden und ich ueberlege ob ich sie auf meinen Blog (s.o.) stelle oder sie samt Artikel der „Juedischen Allgemeinen“ zur Verfuegung stelle. Allerdeings dort ohne Gesichtsmaskierung.
    Zum Artikel:

    Dänen lügen nicht

    Eine nationale Provokation

    Ein „angriffslustige(r) Nationalismus der seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts sich zutrug“, ist jener der Deutschen aus der ehemaligen deutschen Teilrepublik gegen ihre russischen Besatzer (Wir sind ein Volk), der Slowaken und der Tschechen gegen eine gemeinsame Republik, der Slowenen und der Kroaten, der Litauer, der Korsen, der Basken, der … der Deutschen seit den Düppelner Schanzen, als sie 1863 sich erstmals, schon fast norddeutsches Volk, gegen den dänischen König wandten, um ihm Schleswig abzuknöpfen, damit sich Preußens König in Versailles zu ihrem Kaiser krönen lassen könne, um später seinen Sohn zu sagen, er solle Hindenburg zum Feldmarschall machen, damit dieser den Hitler zum imperialen und barbarischen Führer und Nachfolger mache. War es nicht irgendwie so oder haben wir da nicht die Donaumonarchien vergessen, in ihrer vormodernen Agonie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das russische Zarenreich mit seinen vielen Ethnien, welche von den bolschewistischen Kommunisten um Lenin mit einer Autonomie und mit einer zentralistischen Verwaltung geadelt wurden, die von Beginn auf Vermeidung völkischer Konflikte gerichtet war. Weil die Zaren von Peter I. über Katharina bis Paul I., im vorbürgerlichen Streben nach Zugang zum Meer (die soll ihnen als kaufmännische Notwendigkeit übrigens von Deutschen eingeredet wurden sein, die sich an allen zentralistischen und absolutistisch-reaktionären Höfen Europas herumtrieben um sich Anregungen für die Konstitution ihres Reiches zu holen, aber die östliche Ostseeküste wurde im 17. Jahrhundert von der schwedischen Krone regiert und am Schwarzen Meer lebten Tataren unter der Herrschaft des Sultans des osmanischen Reiches) und nach Eroberung der sibirischen Landmasse, keine Rücksichten auf die dort bereits ansässigen Menschen nahmen und ihnen zwar die absolute Verwaltung aufzwangen, sie teilweise aber auch in ihrer vorzivilisatorischen Kultur beließen, als Grenzvölker gar autorisierten, muss sich noch heute der Ex-Geheimdienstler Putin mit Banden, die sich Tschetschenen nennen, herumschlagen. Neben der Fahne der Sowjetunion, dem imperialen Gebilde, welches russische Kommunisten voller Optimismus und Utopien dem weltweit sich totalisierenden Kapitalismus entgegenzusetzen gedachten, waren immer auch die fünfzehn Fahnen der Republiken der Union zu sehen. Fällt mir doch glatt das Sternenbanner ein.
    Aber da sind noch die Düppelner Schanzen. Was haben denn die Dänen so gemacht seit 1863? Wurde nicht gelehrt im Unterricht deutscher Historie, dem Fach Geschichte an deutschen demokratischen und bundesdeutschen Schulen? War da noch mehr als Egon Olsen? Während die Deutschen erst einen nachgemachten Fridericus Rex (Jeder möge nach seiner Facon selig werden) zu ihrem Kaiser machten und ihn dann 1918, als er ihnen ihre Lieblingsspiel, den Krieg verdorben hatte absetzten, um dann mal den Sozis zu vertrauen, die zwar 1914 Geld für den Krieg gaben, ihn aber nur von den internationalen Proleten führen lassen wollten, damit die Kapitalisten ihrer Länder auch ja keinen Gewinn am Kriege ziehen. Aber die hatten vergessen, dass die Deutschen seit Kaisers Burgfrieden nur noch eine Partei kannten. Und als die sich auf die Münchner Feldherrenhalle bewegte, dauerte es gerade mal noch fünfzehn Jahre bis zu brennenden Synagogen. Die Dänen dagegen haben ihrem König weiter vertraut. Egal welchen Glaubensbekenntnisses oder so sie auch waren. Ihr konstitutioneller König machte halt so Politik. Und als die Deutschen Führer kamen ist er abgehauen: klugerweise! Und ebenso klugerweise, weil er nachgedacht, sinniert, überlegt, sich erinnert hat, fiel ihm ein, was die deutschen Banden seit ihrer Konstitution 1871 postulierten und seit 1933 als absichtsvolle Weltverwaltungspolitik praktizierten, eliminatorischen Antisemitismus. Und in einer dänischen Nacht- und Nebelaktion wurden bis auf wenige alle achttausend dänischen Juden außer Landes gebracht. Eine Nation hat Gewissen gezeigt, eines auf welchem ganz sich sanft ruhen ließe, wären da nicht dumme Deutsche, die besinnungslos ihrer eigenen Geschichte, im Internet nach der eigenen Namensheraldik suchen, aber nichts über den studierten deutschen Landwirt Heinrich Himmler wissen wollen, die sich das Zeigen jeglicher Nationalfahne verbitten, weil sie gerne eine Heimat haben, dieses Land als ihre, wenn auch falsch beherrschte empfinden, so im Bauche etwa, statt auf dieses Land zu scheißen und zu sagen, überall ist es besser als in Deutschland und was mich hier hält ist nur die Schwerkraft und die Armut? Eine Nation hat Gewissen gezeigt und ihren nationalen Rahmen, ob dieser nun emanzipatorisch oder nicht ist, schützend über jene gelegt, die von den deutschen nun Nationalsozialisten, mit dem ganzen barbarischen Impetus den der Menschenopferkult hat, in Sobibor, Treblinka und Maidanek, in den Vernichtungslagern, auf den zur deutschen Werkbank umfunktionierten (furchtbarer Jargon) Opferaltar gelegt werden sollten und von denen die Deutschen nur etwa fünfhundert Alte und Kranke erjagen konnten, die dann im Theresienstädter Ghetto (einer alten Österreichischen Festungsanlage in der Nähe des tschechischen Liberec) eine eigene Straßenzeile erhielten, wovon noch heute Führungen durch die Gedenkstätte erzählen. Aber außer den Häusern, in denen die Dänen etwas komfortabler wohl als die meistens aus Tschechien und vom Balkan kommenden anderen Juden eingepfercht waren, gibt es dort nichts außer Tschechen, die sich nicht schämen brauchen wieder in ihren alten Häusern zu wohnen und der Erinnerung an diese Nichtüberlebenden. Über das Schicksal der überlebenden dänischen Juden erfährt man in Yad Vashem, wo die barbarische Tat der Deutschen und die gute Tat der Dänen in Erinnerung gehalten werden. Gegeneinander, außer den „Gerechten der Völker“, unter denen auch der Deutschen gedacht wird, die nicht als solche handelten und Juden halfen die Vernichtung zu überleben. Bleibt also wenigstens eine Differenz zwischen Deutschland und Dänemark als (abstrakte oder eigentliche?) Nationen, der nicht nur 139 Jahre und dänische Neo-Nazis bedeutet, sondern auch, dass sich im Holocaust die eine im Besonderen, durch die Rettung von Menschen, und die andere im Allgemeinen, durch deren Exterminierung identifizierten. Am 3. Oktober waren nur israelische und eine Fahne der Tschechischen Republik bei der linken Affirmation des deutschen nationalen Feiertages zu sehen, weil ein obskures „Oktoberklub 2002“ Bündnis ein Fahnentabu postuliert hatte, aus Scheu wohl, die der guten deutschen Republik zu zeigen, denn seit Marxens und Engels’ Manifest der Kommunisten fühlen sich deutsche Proleten sauunwohl, weil ihnen dort der Nichtbesitz eines Vaterlandes prophezeit wurde, um dass sie seit der Schlacht bei Jena 1806 rangen, es aber noch gar nicht kennengelernt hatten. Das, womit sie sich dann 1871 gerne anfreundeten, haben dann einige wenige, der deutsche radikale Kommunist Karl Liebknecht und die polnische Jüdin und Kommunistin Rosa Luxemburg unter ihnen, am 9. November 1918 noch einmal versucht zu beseitigen, als sie ein sozialistisches Vaterland ausriefen, welches dann klassisch-marxistisch zu „schwinden“ (Marx und Engels) hatte. Dass es ein barbarisches, ein sich national-sozialistisch gerierendes Deutschland werden würde, hätten sie am 9. November 1923 von dem Hitler und seinen damals noch Spießgesellen erfahren können. Aber auch da hatten die Jungdeutschen Proleten mehr Affinität zu solchen, welche die „Zinsknechschaft“ – Inflationszeit – und das „Diktat von Versailles“ ablehnten. Am 9. November 1938 haben sie schon deutsch, fleißig und kontraproduktiv, wie Obernazi Göring beklagte, weil sich der wirtschaftliche Schaden nicht dem von der faschistische Führung kalkulierten entsprach, als sich der antisemitische Wahn bereits phänomenal zeigte, der später die Massenvernichtung von Juden erbrachte, gemeinsam mit ihren erklärten (Volks-)Genossen die Schaufensterscheiben jüdischer Geschäfte mit Steinen eingeschmissen. Die Chance der Teilung des deutschen Landes nach 1945 aber haben die Deutschen nie als Möglichkeit, sich von ihrem Deutschsein zu trennen, begriffen. Geduldig warteten sie bis zum 9. November 1989 um sich wieder zum Kollektiv zu konstituieren. Und deshalb liebe Kommunisten von jener Gruppe, die wenigstens zur Begründung ihres Austritts aus dem deutschen Kollektiv erst einmal ihre „Meinung“ sagte, obschon deutsche Realität diese nicht statisch bleiben lassen darf, zeigt aus jedem Anlass, am 3. Oktober und am 9. November alle Fahnen, die ihr so findet. Oder keine? Oder mit Absicht, gegen die Absicht der Oktoberbündler, auch nicht die Israels? „Eigentlich“ sei doch jeder Nationalismus Scheiße! Haben wir uns da als Deutsche nicht schon selber eingekriegt? Im Vergessen? Zur Erinnerung: Am 9. November 2000 fand vor dem Berliner „Brandenburger Tor“ der Abschluss jeglicher deutscher Erinnerungskultur statt. Mit 250 Tausend Kanzler-Claqueuren, die schon damals klammheimlich hofften, dass uns Gerhard den Führerbunker wieder freilegt, damit sie wie an anderen selbsterrichteten und konstruierten Denkmälern ob der vergangenen, weltweiten, barbarischen Berühmtheit masturbieren können (That was their satisfaction). Aber wessen sollten die Deutschen am 9. November gedenken? Und wessen deutsche Linke? Lügen Dänen?

    Shalom Andreas
    (es gaebe heute, nach fuenf Jahren sicher eine ganze Menge mehr zu sagen, aber die konfrontativen Zeiten damals bedingten einige entstellende Verkuerzungen)

    A propos: Welches Leid bereitet euch der Nationalstolz der Australier oder der der Tansanier? Oder ist das fuer euern abstrakten Anspruch, Adorno nannte solches wohl onthologisches Beduerfnis, zu konkret? Lasst uns darueber reden, und ueber Kritik, die mit Wahrnahme beginnt und ueber G‘tt und die Welt, und ueber die Wahrheit die sich nicht beweisen braucht, weil sie ist, und noch vieles mehr. Und wenn ihr keine Einladung aussprecht, dann drohe ich euch mit einer gemuetlichen Kaffee-Runde bei mir, sofern ihr Kuchen und Kekse mitbringt. Solches haette zudem noch den Vorteil, dass es bei mir keinen cold turkey fuer Nikotin-junkees zu befuerchten gibt, wie er sich auch vorauseilend gehorsam in liken Projekten andeutet. Fuer ungefaer 5-8 Leute habe ich in meiner Wohnung allemale Sitzgelegenheit und ausreichend Tassen und Loeffel zum Umruehren, und wenn jeder noch ein Brikett mitbringt, wird es auch mulmig, quatsch warm …
    Sonntags ist im uebrigen eine netter Tag und der 10. Februar d.J. 16.00 Uhr bietet sich an. Da koennt ihr vorher noch antiautoritaer und basisdemekratisch im Plenum ueber mein Angebot nachdenken und habt zudem die Moeglichkeit nach der anstrengenden Samstag-Nacht auszuschlafen und die Birne mit Kafffee wiedr frei zu bekommen. Meine Adresse schicke ich nicht ueber diesen Blog-Kommentar sondern direkt per Mail, sobald ich wenigstens eine Reaktion von euch habe. Dann auch noch ein paar Texte von der „alten“ ANG …

    Noch einen angenehmen Rest der Woche uns Shalom
    Andreas Werner Zieger

    P.S.: Ihr koennt ruhig Angst haben vor der Ueber-Autoritaet meines Alters. Ich werde sie schonugslos auszunutzen verstehen …

  11. 11 Anonymes Wiesel 28. Januar 2008 um 13:07 Uhr

    Wo bleibt der Bericht?

  12. 12 Hannes 10. Februar 2008 um 0:03 Uhr

    wiesel geh kacken … ich find das auch richtig und ich hab so ne umtauschaktion auch mit meinen freunden organisiert, NATÜRLICH nimmt das nich die schuld aber würdest du mit nem hakenkreuz rummrennen, weil das symbol an sich keine Schuld an der Judenverfolgung trägt? also ich nich!!!

  13. 13 *räusper* 10. Februar 2008 um 12:42 Uhr

    na also hannes!

    wer rennt denn mit einem hakenkreuz rum??? solch bescheuerte vergleiche kannste echt steckenlassen, obwohl du damit ja selbst den unterschied deutlich machst.

    also weiter pali tragen!

    ps: was du richtig findest ist schön für dich. andere finden ganz anderes richtig, nur ist es das dadurch auch?

  14. 14 Yoshi 10. Februar 2008 um 13:16 Uhr

    Dass sich hier Menschen berufen fühlen, unter dem Aufruf zum Auschwitzgedenken zum Weitertragen des Antisemitenlappens aufzufordern, stimmt mich bedenklich.
    Vielleicht hättet ihr auf der Kundgebung vorbeischauen sollen, um euch dort über die Geschichte des Palituchs zu informieren.

    @Andres: Tatsächlich nervt die Kommentarfunktion.

  15. 15 Christin 10. Februar 2008 um 18:08 Uhr

    meine nerven ihr antisemiten, wollt ihr euch nicht mal in sachen zionismus, gründung israels, konflikt plästina/israel (entstehung und heutige austragung) weiterbilden und dann nochmal eure positionen überdenken..?
    jetzt mal ernsthaft, ihr seit echt gekenntzeichnet von der propaganda der presse und dem daraus entstehendem allgemeinbild, welche die vermeintliche grundlage der “linken” bewegung setzen sollen..
    -schon klar, ist ja auch einfacher nichts zu hinterfragen und stetisch nur dem vorgegebenen zu folgen….
    hier anbei mal wieder –welch überraschung– ein link, der auch euch beweist, dass vieles in dieser frage nicht immer der wahrheit entspricht.
    http://www.honestly-concerned.org/Temp/Pallywood3-Deutsch.htm
    ich ging kurzzeitig wirklich davon aus, das ist hier auf dieser seite nicht mehr nötig, aber eure argumentationslinie ist nun wirklich alles andere als konstuktiv.
    (zumal so eine niveaulose weiterführung der debatte auch sicherlich nicht die intension der akteur_innen der seite war)

  16. 16 @andreas 10. Februar 2008 um 21:38 Uhr

    Hey Andreas,

    grundsätzlich ein ganz interessanter Artikel, eventuell aber nicht unbedingt für solch ein Kommentar part der Webseite geeignet.
    Ich verstehe nicht ganz, was du Mensch mit dem Artikel sagen willst! Dein Angebot das die AGL sich mit dir treffen könne finde ich gut, austausch von Gedanken kann nie nutzlos sein, doch frage ich mich ob dein Ziel nicht auch eine gewisse Läuterung im eigenen Sinne ist? Bist du grundsätzlich am Austauch interessiert oder willst du eher hauptsächlich Vermitteln? Würde das Angebot auch für Andere gelten? Und nur zur Sicherheit: Ist es ein Problem wenn das eigene Wissen noch sehr stark in der Entwicklung befindlich ist, soll heißen ich beginne gerade erst mich mit Inhalten auseinander zusetzen, denke aber das ich doch schon eine recht stark geprägte (von der bisher gelesenen Literatur), eigene Ansicht habe.

    Freundlichst ein Interessent

    PS.: Wie nehme ich denn eigentlich Kontakt zu dir auf?

  17. 17 Admin 10. Februar 2008 um 21:50 Uhr

    Wollte doch nur ein wenig um die Wahrung des Tons in diesem Kommentarteil der Webseite der AGL bitten!
    Aussprüche wie „geh Kacken“ halte ich nicht für konstruktiv.
    Als Leser, disqualifizieren sich Diskussionsteilnehmer, welche solche Ausdrücke verwenden, für mich schlagartig, somit bitte ich um angemessenen Ausdruck und Respekt den anderen Diskussionsteilnehmern gegenüber, sollte man auch noch so wenig Verständnis für die Argumente dieser haben.

    Also fleißig weiter diskutieren, nd stay polite.

  18. 18 sakuska 12. Februar 2008 um 21:06 Uhr

    ich finde, dass man leute, die wie *raüsper* trotz besseren wissens palischal tragen wie nazis behandeln sollte. nicht mit ihnen reden, sondern einfach verprügeln. leute, die wie das anonyme wiesel nicht wissen, was die fremdwörter, die sie verwenden, bedeuten („identitär“) kann man getrost belächeln und ignorieren.
    diese diskussionen wurden alle schon tausend mal geführt und es ist weithin bekannt, dass der mufti von jerusalem, der das tuch 1936 als nationale einheitskleidung verordnete sich den nationalsozialisten seit 1933 an den hals geworfen hatte, die vernichtung aller juden weltweit anstrebte, 4 jahre in berlin lebte (41-45), dort mit himmler, hitler etc. zusammenarbeitete, sich für die ermordung tausender jüdischer kinder gegen himmler (!!!!!!) durchsetzte, der sie in einer propaganda aktion gegen deutsche kriegsgefangene austauschen wollte, es ist bekannt, dass er die muslimischen ss-truppen in bosnien rekrutierte und es ist bekannt, dass er dafür in der arabischen welt gehypt wurde bis zum geht nicht mehr (vizevorsitzender der muslimbruderschaft, aus der auch die hamas hervorging) und bis zu seinem tod ein fanatischer nazi war. auf ihn geht das symbol zurück, jeder und jede, der/die es trägt obwohl er/sie das weiß muss als nazi behandelt werden.

    http://www.hagalil.com/archiv/2006/08/anti-i2.jpg

  19. 19 Andreas 22. März 2008 um 5:36 Uhr

    @Interessenten
    Please visit the blog
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    and send me a letter with your eMail
    Shalom Andreas

  20. 20 Andreas 22. März 2008 um 5:43 Uhr

    sorry @Interessent
    correct is
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    see you

  21. 21 Phaidros 17. Juni 2008 um 3:30 Uhr

    Sakuska, du bist der Beweis dafür, dass Idiotie und Engstirnigkeit nicht auf ein politisches Lager beschränkt sind. Alleine der Gedanke, Menschen aufgrund eines Kleidungsstückes nicht nur zu verurteilen, sondern sogleich mit offener Gewalt zu begegnen, offenbart deine geistige Grundhaltung, die sich ohne Probleme zu derer der Faschisten stellen lässt. Zwischen dir und deinem so verhassten Erzfeind herrscht im Grunde fröhlicher, gewaltbereiter Konsens. Nicht nachfragen, gleich mit der Faust drauf! Ja, das ist der Weg zur Weisheit. Wir gegen Sie. Gut gegen Böse. So denken Massenmörder.

  22. 22 tee 17. Juni 2008 um 4:39 Uhr

    ich finde, dass man leute, die wie *raüsper* trotz besseren wissens palischal tragen wie nazis behandeln sollte.

    na mal ehrlich, „trotz besseren wissens“ ist ein himmelweiter unterschied zu „deswegen“ bzw. „wegen des antisemitischen gehalts. aber dass man dir, sakuska, noch den unterschied zw. trotz und wegen beibringen muss dachte ich mir schon. und dein tolles geschichtswissen tut hier auch recht wenig zur sache.

    es kommt nämlich darauf an, weswegen jemand das tuch trägt und ob er überhaupt imstande ist dem ding den symbolischen gehalt zu verpassen wie er das will. das hängt von ihm selbst und seinen rezipienten ab. ein jemand der das tuch trotz besseren wissens trägt, teilt definitiv nicht den inhalt, schliesslich abstrahiert er ja gerade davon. (warum sollte man die nochmal verprügeln? (davon abgesehen dass verprügeln an sich schon ein reichlich dummes unterfangen darstellt, will man ernsthaft einstellungen von menschen ändern))
    und selbst ein nazi, der das tuch trägt um den antisemitischen (symbol)gehalt zu transportieren, hat damit kaum erfolg wenn da draussen keine/r um den symbolgehalt weiss. wenn es von denen schlicht als mode rezipiert wird.

    zum glück ist das teil in deutschland nur ein modisches accessoire und je mehr es zu einem solchen wird desto geringer ist möglichkeit damit antisemitische inhalte zu transportieren.
    denn nur die und nicht das tuch selbst sind gefährlich.

  23. 23 Yoshi 17. Juni 2008 um 11:13 Uhr

    „zum glück ist das teil in deutschland nur ein modisches accessoire und je mehr es zu einem solchen wird desto geringer ist möglichkeit damit antisemitische inhalte zu transportieren.“
    Etwas mit der Realität verquickt könnte mensch es auch so formulieren:
    Ein völkisches Symbol, das sich mit der Hilfe der Nazis zum antisemitischen gewandelt hat, und in Deutschland als Solidaritätsbekenntnis des antiimperialistischen Widerstands gegen den Agressor Israel angenommen wurde, soll jetzt wieder unpolitisch werden, indem es einfach möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz erhält.
    Das klingt ziemlich unlogisch.
    Wie kann es denn sein, dass der gesellschaftliche Diskurs darüber nichtmal stattfindet? Dass einzig der rebellisches Chic es ist, der den Ruf des Tuchs umwebt, aber nicht der triefende Judenhass der palästinensischen Nationalbewegungen?
    Ist es möglich, unter Verwendung derselben revisionistischen Logik mit dem Hakenkreuz denselben Wandel zu vollziehen? Nein, das würde gegen das gewandelte Selbstbild Deutschlands verstoßen, das sich mit ein paar Tabus über die Nazizeit versehen hat. Seltsamerweise wurde das nicht ernsthaft genug durchzelebriert, um sich mit dem Antisemitismus der Palästinenser auseinanderzusetzen und das Palituch zu einem Unding zu machen. Im Gegenteil, die Nahostdiskussionen in Deutschland sind immer wieder von unterschwelligem Antisemitismus geprägt. Und das ist es was mich so stört, dass ich mir die Mühe machen werde, es jedem Menschen so oft zu erklären, bis er oder sie es versteht.
    Und wenn es einem Menschen Wurst ist, dann möchte ich doch wissen warum. Wer trägt schon gerne etwas mit einer solchen Geschichte?

  24. 24 tee 17. Juni 2008 um 14:37 Uhr

    Etwas mit der Realität verquickt könnte mensch es auch so formulieren:
    Ein völkisches Symbol, das sich mit der Hilfe der Nazis zum antisemitischen gewandelt hat, und in Deutschland als Solidaritätsbekenntnis des antiimperialistischen Widerstands gegen den Agressor Israel angenommen wurde, soll jetzt wieder unpolitisch werden, indem es einfach möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz erhält.

    1. http://en.wikipedia.org/wiki/Kufiya
    2. IST es bereits unpolitisch in deutschland und den meisten anderen staaten. den politischen gehalt SOLL es von ein paar nazis und ein paar die sich ein kleidungsstück als feind ausgesucht haben, statt gegen antisemitismus selbst vorzugehen, bekommen. von den 0,2% der bevölkerung die pali tragen, tragen es mind. 95% unpolitisch.
    3. au weia, ein kleidungsstück bekommt „breite gesellschaftliche Akzeptanz“! das geht natürlich nicht, die linke kleiderordnung sollte schon durchgesetzt werden.

    Wie kann es denn sein, dass der gesellschaftliche Diskurs darüber nichtmal stattfindet? Dass einzig der rebellisches Chic es ist, der den Ruf des Tuchs umwebt, aber nicht der triefende Judenhass der palästinensischen Nationalbewegungen?

    da beantwortest du dir deine fragen ja schon selber. und anstatt mal froh zu sein, dass eben NICHT „der triefende Judenhass der palästinensischen Nationalbewegungen“ mit dem pali transportiert wird, regst du dich noch drüber auf. na das versteh mal wer …

    Ist es möglich, unter Verwendung derselben revisionistischen Logik mit dem Hakenkreuz denselben Wandel zu vollziehen?

    nein ist es nicht. und jetzt frag dich mal warum und ob es da vielleicht doch unterschiede zw. pali und hakenkreuz gibt! der revisionismus, wie du ihn hier nennst, ist – wenn überhaupt – beim pali doch schon längst vollzogen. ausserdem ist es ja quasi ein gewisser „konterrevisionismus“, das pali kam schliesslich nicht als antisemitisches, völkisches symbol auf die welt, wie viele immer wieder weismachen wollen.

    Im Gegenteil, die Nahostdiskussionen in Deutschland sind immer wieder von unterschwelligem Antisemitismus geprägt.

    ja, und du willst uns weismachen das tuch sei da (mit)schuld dran. ausserdem befürchte ich ein wenig, dass du zu denen gehörst die z.b. kritik an israels völkischer einwanderungspolitik als „unterschwelligem Antisemitismus“ interpretieren. den kann man in dieser diskussion wahrlich überall finden, wenn man nur will.

    Und wenn es einem Menschen Wurst ist, dann möchte ich doch wissen warum. Wer trägt schon gerne etwas mit einer solchen Geschichte?

    1. ist es nur ein kleiner teil der geschichte. sieh doch endlich mal über deinen palästinensischen tellerrand hinaus.
    2. warum es menschen wurst ist? weil sie mit antisemitismus nix am hut haben und sich auch keine gedanken drüber machen (wollen). sie wollen das schicke tuch aus dem h&m-schaufenster tragen, mehr nicht.

    aber die würde man ja alle verprügeln, wenn’s nach deutschen kleidungswächtern wie sakuska gehen würde …

  25. 25 wfapootazyf 21. April 2009 um 4:56 Uhr

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  26. 26 vhtbib 06. Mai 2009 um 5:16 Uhr

    cGHcIs ikbrzejkrbhh, [url=http://vmjvaejuvwld.com/]vmjvaejuvwld[/url], [link=http://fjjsynzzyzyz.com/]fjjsynzzyzyz[/link], http://hyzppaqvgmzb.com/

  1. 1 agl lädt (ex-?)antisemiten zu gedenkveranstaltung für opfer des antisemitismus | tee Pingback am 22. Januar 2008 um 12:25 Uhr
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